Paragliding Abrollwinde
TowTechniks T2

Bedienungsanleitung

TowTechniks T2 Paragliding Abrollwinde
Stand 18.06.2020
Version 2.2

1. Einleitung

Die TowTechniks T2 ist eine Abrollwinde für den Solo- oder Tandemschlepp von Gleitschirmen. Sie kann einfach auf eine PKW-Anhängerkupplung montiert und durch eine handliche Windensteuerung vom Windenfahrer im Fond des PKWs bedient werden.

Gesamtansicht der TowTechniks T2 auf einer Anhängerkupplung montiert
Abb. 1 Gesamtansicht der TowTechniks T2 auf einer Anhängerkupplung montiert

2. Übersicht

2.1 Angaben zum Hersteller

Hersteller
NameTowTechniks
AnsprechpartnerGerard Backus
AnschriftMax-Planck-Straße 17, 52511 Geilenkirchen, Deutschland
E-Mailinfo@towtechniks.com

2.2 Technische Daten

Abrollwinde
AbmessungenLänge: 540 mm, Breite: 360 mm, Höhe: 1283,5 mm
Gewicht56 kg
Motorleistung1,6 kW
Stromaufnahmemax. 134 A
Schleppseil
Type des SeilsUHMWPE Dyneema
Maximale Länge1500 m
Durchmesser3 mm
Gewicht0,5 kg / 100 m
Bruchlast900 kg
Abb. 2 Aufrisszeichnungen und Abmessungen der T2
Abb. 2 Aufrisszeichnungen und Abmessungen der T2

2.3 Materialliste

Abrollwinde
Rahmen aus eloxiertem Aluminium
Bremstrommel aus Gusseisen
Edelstahl-Kugellager
Kappmesser und Auslöser aus Edelstahl
Motoren
2 × 0,8 kW / 12 V Gleichstrommotoren
Keilrippen-Zahnriemen
Netzkabel, Steuerungselektronik
Schleppseil
UHMWPE Dyneema mit 3,0 mm Durchmesser
Windensteuerung
Display, Bedienelemente und Elektronik in einem Kunststoffgehäuse, nicht wasserdicht

3. Inbetriebnahme der T2

3.1 Montage der T2 auf der Anhängerkupplung

Zur Montage der TowTechniks T2 wird die Winde auf die Anhängerkupplung aufgesetzt. Dabei ist der Montagehebel in einer senkrechten Position. Nachdem die Winde richtig positioniert ist, wird der Montagehebel in die waagerechte Position umgelegt. Zur Freigabe des Hebels muss der Sicherungsknebel leicht herausgezogen werden. Nach dem Umlegen des Montagehebels wird er durch den arretierten Knebel wieder gesichert.

Abb. 3 Montagehebel in senkrechter Position
Abb. 3 Montagehebel in senkrechter Position
Abb. 4 Montagehebel in waagerechter, arretierter Position
Abb. 4 Montagehebel in waagerechter, arretierter Position

3.2 Sicherung des Drehturms

Zur Entlastung des Drehturms der Winde wird dieser mit Spannbändern abgesichert. Diese werden durch die hinteren Verstrebungen des Turms und beispielsweise durch die Dachreling des Fahrzeuges geführt und anschließend leicht gespannt. Die losen Enden des Spannbandes sollten gegen Umherflattern gesichert werden.

Abb. 5 Absicherung des Turms durch Spannbänder
Abb. 5 Absicherung des Turms durch Spannbänder
Abb. 6 Befestigung der Spannbänder an der Verstrebung der Winde
Abb. 6 Befestigung der Spannbänder an der Verstrebung der Winde

3.3 Anschluss an die Fahrzeugbatterie

Die TowTechniks T2 muss über Anschlusskabel direkt mit der Autobatterie verbunden werden. Hierzu müssen die Kabel sicher vom Heck des Wagens zur Batterie geführt werden. Zur sicheren Befestigung kann die Dachreling verwendet werden. An der A-Säule entlang können die Kabel in den Motorraum geführt und dort mit der Batterie verbunden werden.

Dabei muss das rote Kabel an den Pluspol und das blaue Kabel an den Minuspol angeschlossen werden. Auf die richtige Verkabelung achten!
Abb. 7 Anschlusskabel der TowTechniks T2
Abb. 7 Anschlusskabel der TowTechniks T2
Abb. 8 Anschlusskabel korrekt mit der Autobatterie verbunden
Abb. 8 Anschlusskabel korrekt mit der Autobatterie verbunden

3.4 Hauptschalter

Auf der Rückseite der Winde befindet sich der Hauptschalter, der die Positionen „Ein“ und „Aus“ einnehmen kann.

Abb. 9 Hauptschalter AUS
Abb. 9 Hauptschalter „AUS“
Abb. 10 Hauptschalter EIN
Abb. 10 Hauptschalter „EIN“

3.5 Spannen der Kappvorrichtung

Im Turm der Abrollwinde befindet sich unterhalb der Umlenkrollen die Kappvorrichtung. Diese kann mechanisch und elektrisch ausgelöst werden. Sie wird mit einem Bügel gespannt. Dabei ist auf das korrekte Einrasten zu achten.

Wegen der möglichen Verletzungsgefahr sollte das Seil nur mit Hilfe eines entsprechenden Werkzeuges (z. B. Draht mit Öse) durch die Kappvorrichtung geführt werden.
Abb. 11 Entspannte Kappvorrichtung der T2
Abb. 11 Entspannte Kappvorrichtung der T2
Abb. 12 Entspannter Zustand der Kappvorrichtung im Detail
Abb. 12 Entspannter Zustand der Kappvorrichtung im Detail
Abb. 13 Spannen der Kappvorrichtung mit Hilfe eines Spannbügels
Abb. 13 Spannen der Kappvorrichtung mit Hilfe eines Spannbügels
Abb. 14 Eingerastete und gespannte Kappvorrichtung im Detail
Abb. 14 Eingerastete und gespannte Kappvorrichtung im Detail

3.6 Das Vorseil

Das Vorseil umfasst die Komponenten:

  • Seilfallschirm
  • Sollbruchstelle (1.500 N für Solo- und 2.000 N für Tandemschlepps)
  • Abstandsseil (8–10 m)

Das gesamte Vorseil besteht aus dehnungsarmen Material und hat eine Länge von ca. 25 m.

Schleppseil Seilfallschirm Sollbruchstelle Abstandsseil ca. 25 m ca. 10 m
Abb. 13 Schematische Darstellung eines Vorseils

3.6.1 Schleppseil

An der TowTechniks T2 Abrollwinde wird das für Gleitschirmschleppen zugelassene Schleppseil vom Typ UHMWPE DYNEEMA verwendet. Es hat eine Zugfestigkeit von 9.000 N. Die maximale Seillänge, die auf die Trommel passt, beträgt 1500 m und darf nicht überschritten werden. Die Reparatur von Dyneema Seilen erfolgt durch Speißen (siehe Kap. 5.1). Das Schleppseil ist mit dem Vorseil verbunden.

3.6.2 Seilfallschirm

Der Seilfallschirm ist vom Schleppwindenhersteller auf seine Winde abgestimmt und Bestandteil des Gütesiegels der Schleppwinde. Er darf nicht ohne Änderungsantrag durch andere Seilfallschirme ausgetauscht und auch nicht verändert werden.

3.6.3 Kite-Schirm

An der TowTechniks T2 Abrollwinde wird zusätzlich ein Kite-Schirm verwendet, der nach dem Ausklinken hilft, das Seil annähernd drallfrei und kontrolliert einzuziehen und damit den Verschleiß des Schleppseils zu reduzieren.

3.6.4 Sollbruchstelle

An der TowTechniks T2 Abrollwinde wird eine Sollbruchstelle mit einer Nennbruchlast von 150 kg für Soloschlepps und 200 kg für Tandemschlepps verwendet. Die Sollbruchstelle muss vom DHV geprüft und anerkannt sein. Sie ist Bestandteil der Musterzulassung der Schleppwinde. Ungeprüfte Sollbruchstellen dürfen nicht verwendet werden.

  • Sollbruchstellen müssen nach Herstellerangaben ausgewechselt werden, üblicherweise nach 200 Schleppstarts.
  • Um eine unbeabsichtigte Wiederbenutzung zu vermeiden, sollte die abgenutzte Sollbruchstelle vernichtet und entsorgt werden.
  • Vor Aufnahme des Schleppbetriebes muss die Sollbruchstelle grundsätzlich überprüft werden, indem man die beiden Schäkel aufeinander zu bewegt. Sind die Löcher an den Schäkelbolzen ausgeschlagen, ist der Sollbruchstelleneinsatz auszutauschen.

3.6.5 Abstandsseil

Bei Verwendung eines dehnungsarmen Abstandsseils (z. B. Dyneema-Seil) ist kein Schutzschlauch für das Abstandsseil erforderlich. Die Länge dieses Seils ist so bemessen, dass der Pilot bei thermischen Wetterbedingungen oder plötzlich nachlassendem Seilzug nicht in den Seilfallschirm hineinfliegen kann. Die Länge des GS-Abstandsseils beträgt 8–10 Meter.

Abb. 15 Übersicht über die Komponenten des Vorseils
Abb. 15 Übersicht über die Komponenten des Vorseils
Abb. 16 Sollbruchstelle mit Schutzhülle
Abb. 16 Sollbruchstelle mit Schutzhülle
Abb. 17 Sollbruchstelle im Blechkäfig
Abb. 17 Sollbruchstelle im Blechkäfig mit der offenen Seite in Richtung Pilot

3.7 Beschreibung der Windensteuerung

Auf der Windensteuerung befinden sich die folgenden Anzeige- und Bedienelemente:

  • Roter Auslöseknopf für die elektrische Kappung auf der Gehäuseoberseite
  • Auf dem Display wird die aktuelle Zugkraft in kg angezeigt
  • Das Kürzel „S“ zeigt die Einstellung für Solo-Schlepp (max. Zugkraft 100 kg)
  • Das Kürzel „T“ zeigt die Einstellung für Tandem-Schlepp (max. Zugkraft 130 kg)
  • Die Angaben im unteren Bereich des Displays sind für Erweiterungen vorgesehen
  • Die linke LED zeigt die Rotation der Seiltrommel
  • Wenn die maximale Zugkraft erreicht ist, leuchtet die rechte LED rot auf. Wenn die Zugkraft null beträgt, leuchtet sie grün.
  • Mit der weißen Taste kann die Zugkraft mit jedem Druck um ca. 8 kg erhöht werden.
  • Mit der schwarzen Taste kann die Zugkraft um ca. 8 kg verringert werden. Wird sie ca. 5 Sekunden gedrückt gehalten, wird die Zugkraft auf null gestellt.
  • Durch permanentes Drücken des Knopfes auf der linken Seite wird das Seil eingeholt.

Die Einstellung, ob Solo- oder Tandem-Schlepp durchgeführt werden soll, wird mit einem Kippschalter oberhalb der Trommelbremse vorgenommen. Wird der Hebel nach oben gestellt, bedeutet dies Tandem-Schlepp. Für Solo-Schlepps wird der Hebel nach unten umgelegt.

Abb. 19 Schalterstellung für Tandemschlepp
Abb. 19 Schalterstellung für Tandemschlepp
Abb. 20 Schalterstellung für Soloschlepp
Abb. 20 Schalterstellung für Soloschlepp

Es ist zu empfehlen, das Kabel für die Windensteuerung und den Zug für die mechanische Kappung auf der gleichen Fahrzeugseite entlang der Dachreling und durch das Seitenfenster in das Fahrzeuginnere zu führen und zu sichern.

Mit Hilfe der Windensteuerung kann der Windenfahrer die Winde komplett bedienen. Dies schließt die Kappung des Seils ein. Hierzu stehen dem Windenfahrer eine elektronische Auslösung durch den Knopf auf der Oberseite der Windensteuerung und ein mechanischer Zug zur Verfügung.

Wenn das Seil ausgezogen wird, ertönt pro Umdrehung der Seiltrommel ein akustisches Signal („Piep“) und ein weißes Aufblinken der linken LED (Drum Rotation). Damit kann der Windenfahrer den Auszug des Seils leicht überwachen und entsprechend reagieren.

4. Montageplan der T2

Komponenten der TowTechniks T2: Kappung, Turmprisma, Messeinheit, Seiltrommel, Bremstrommel, An/Aus-Schalter, Verteiler, Steuergerät.

Abb. 22 Übersicht über die Komponenten der TowTechniks T2
Abb. 22 Übersicht über die Komponenten der TowTechniks T2
Abb. 23 TowTechniks T2 mit Kabeln und mechanischem Zug der Kappvorrichtung
Abb. 23 TowTechniks T2 mit Kabeln und mechanischem Zug der Kappvorrichtung

5. Hinweise und Reparaturen

5.1 Reparatur des Schleppseils

Jede Seilreparatur muss gemäß Herstelleranweisung erfolgen und darf nur vom Windenfüührer verantwortlich durchgeführt werden. Der Windenfüührer muss sich mit der besonderen Reparaturtechnik vertraut machen.

Bei Reparaturen von Kunststoffseilen an Schleppwinden wird meist das Schleppseil gespleißt, um einen hindernisfreien Seileinlauf in das Rollensystem zu gewährleisten.

Abb. 24 Beginn des Spleißens eines Dyneema-Schlauchband-Schleppseils
Abb. 24 Beginn des Spleißens eines Dyneema-Schlauchband-Schleppseils
Abb. 25 Einziehen eines Endes in das andere Ende mit Hilfe einer Spleißnadel
Abb. 25 Einziehen eines Endes in das andere Ende mit Hilfe einer Spleißnadel
Abb. 26 Durch Zug an den beiden Enden das Spleißen beenden und die Spleißstelle glätten
Abb. 26 Durch Zug an den beiden Enden das Spleißen beenden und die Spleißstelle glätten

5.2 Nachprüfung

Jede Schleppwinde in der Bundesrepublik Deutschland unterliegt einer Nachprüfpflicht. Für die Einhaltung dieser ist der Halter verantwortlich. Die Nachprüfung wird vom Hersteller oder von einer durch den DHV zugelassenen Nachprüfstelle durchgeführt und durch ein Prüfprotokoll dokumentiert.

5.3 Nachprüfintervalle

Jede Schleppwinde mit einem Gütesiegel oder einer Musterzulassungsnummer unterliegt einer turnusmäßigen, 24-monatigen Nachprüfpflicht.

Bei Nichteinhaltung der Nachprüfintervalle erlischt die Betriebserlaubnis!

5.4 Betrieb in Deutschland

Wichtig: Damit das DHV-Gütesiegel gültig bleibt, muss die Winde alle 24 Monate durch den Hersteller oder durch die DHV-Prüfstelle überprüft werden. Einstellungen oder Reparaturen der Winde dürfen nur durch vom Hersteller zertifizierte Personen durchgeführt werden.

In Deutschland ist weiter folgendes zu beachten:

  1. Es gelten die Windenfüührerbestimmungen sowie die Flugbetriebsordnung.
  2. Es darf nur auf luftrechtlich zugelassenen Schleppgeländen geschleppt werden.
  3. Während des Schleppvorgangs ist eine gelbe Rundumleuchte sichtbar einzuschalten.

5.5 Sicherheitshinweise

Durch die Benutzung dieser TowTechniks T2 Abrollwinde sind Sie als Windenfüührer und Gleitschirmpilot mit den jeweils entsprechenden Lizenzen dafür verantwortlich, die Winde sachgemäß zu gebrauchen und Sie akzeptieren alle Risiken dieser Aktivität, einschließlich Verletzung und Tod.

Unsachgemäßer Gebrauch oder Missbrauch der TowTechniks T2 erhöht dieses Risiko beträchtlich. Unter keinen Umständen werden weder TowTechniks noch der Verkäufer der TowTechniks T2 für Verletzungen und Schäden der Benutzer sowie Dritter, die durch den unsachgemäßen Gebrauch der Winde entstanden sind, haften.

Wenn irgendein Aspekt des Einsatzes dieses Gerätes unklar sein sollte, wenden Sie sich bitte direkt an TowTechniks: info@towtechniks.com.

6. Weitere Hinweise

6.1 Hinweise zum Schlepp

Die TowTechniks T2 Abrollwinde ist für den Solo- und Tandemschlepp von Gleitsegeln konzipiert. Hierbei sind die gemeinsame Flugbetriebsordnung und die Windenfüührer-Bestimmungen des Deutschen Hängegleiterverbandes e. V. (Stand 02-2019) zu beachten. Weder Stufenschlepp noch das Schleppen von Hängegleitern sind mit der TowTechniks T2 vorgesehen noch zulässig.

6.2 Besondere Betriebszustände / Notfälle

6.2.1 Kommando „Halt Stopp“

Erfolgt das Kommando „Halt Stopp“ vor dem Start, reduziert der Windenfüührer die Zugspannung auf null und der Fahrer hält das Schleppfahrzeug an. Bei „Halt Stopp“ während des Schleppvorganges reduziert der Windenfüührer vorsichtig die Zugspannung und der Fahrer des Schleppfahrzeuges reduziert die Geschwindigkeit des Fahrzeuges, um dem Piloten eine sichere Landung zu ermöglichen.

6.2.2 Auslösen der Kappvorrichtung

Tritt während des Schleppvorganges eine Störung auf, die ein Kappen erforderlich macht, kann diese mit dem rot markierten Druckknopf auf der Oberseite der Windensteuerung elektrisch oder mit dem separaten Seilzug mechanisch ausgelöst werden. Entsprechend den DHV-Richtlinien ist bei Gefahr für den Piloten, den Windenfüührer oder Dritte ggf. sofort das Seil zu kappen.

Die Kappvorrichtung kann mit einem Bügel wie in Kap. 3.5 beschrieben gespannt werden. Dabei ist auf das korrekte Einrasten zu achten.

6.2.3 Seilriss

Mit einem Seilriss während des Schleppvorgangs muss in jeder Phase des Schlepps gerechnet werden. Ein Seilriss kündigt sich nicht vorher durch erkennbare Zeichen an. Aus diesem Grunde sollten Windenfüührer und Schlepppilot den Steigflug immer so durchführen, dass im Falle eines Seilrisses sofort die richtige Maßnahme für die momentane Flugsituation eingeleitet werden kann (Sicherheitsstart).

6.3 Natur- und landschaftsverträgliches Verhalten

Beim Schleppbetrieb mit der TowTechniks T2 ist auf die Natur und die Landschaft Rücksicht zu nehmen. Dies kann z. B. durch geeignetes Auslegen des Schleppseils erfolgen, so dass Ackerflächen möglichst nicht betreten oder Feldfrüchte nicht geschädigt werden.

Da zum Betrieb der Winde keine Öle oder andere Schmierstoffe erforderlich sind, entfällt das Risiko Wege oder Böden zu kontaminieren. Als zusätzliche Schutzmaßnahme empfiehlt sich das Ausbringen von robusten Planen, um den Untergrund und die Gleitschirme insbesondere bei der Startvorbereitung zu schützen.

6.4 Lagerung und Transport

Die TowTechniks T2 ist auf einem festen Untergrund aufrecht und trocken zu lagern. Wegen ihres Gewichtes und ihrer Größe sollte die TowTechniks T2 von 2 Personen getragen werden. Dabei empfiehlt es sich, die Streben im unteren Bereich der Winde als Griffe zu verwenden.

6.5 Entsorgung

Die TowTechniks T2 besteht aus hochwertigen Materialien, die bei der Entsorgung fachgerecht getrennt und dem Recycling-Kreislauf zugeführt werden müssen. Die Trennung der Materialien muss durch fachkundige Personen oder durch einen entsprechenden Fachbetrieb oder durch den Hersteller durchgeführt werden.

7. Wartung

7.1 Motoren

Die Motoren sind wartungsfrei.

7.2 Lenkrollensystem

Vor Aufnahme des Schleppbetriebes auf Leichtgängigkeit sämtlicher Rollen achten. Bei Störungen oder Beschädigungen ist das entsprechende Bauteil auszutauschen.

7.3 Kappvorrichtung

Leichtgängigkeit des Kappmessers und Schneidefäche prüfen. Sofern die Schneidefäche deutliche Einkerbungen aufweist, ist sie auszutauschen, um die Funktionssicherheit der Kappvorrichtung sicherzustellen. Vor Aufnahme des Schleppbetriebes ist die Funktion der Kappvorrichtung zu kontrollieren: Die Kappvorrichtung spannen, ein Stück Seil einlegen, auslösen — das Seil muss vollständig durchtrennt werden.

7.4 Aufspulvorrichtung

Die Aufspulvorrichtung ist wartungsfrei.

7.5 Bremsen

Nach ca. 2.000 Schlepps sollte die eingestellte Vorspannung von 5–8 kg überprüft und gegebenenfalls nachjustiert werden. Die Stärke der Bremsbelag im Neuzustand beträgt ca. 10 mm. Sollte bei der Sichtprüfung eine Stärke von 3 mm unterschritten werden, so sind alle 6 Bremsbacken auf den beiden Halbschalen auszutauschen.

Abb. 27 Einstellung der Vorspannung mit Gewindestange und Kontermuttern
Abb. 27 Einstellung der Vorspannung mit Gewindestange und Kontermuttern
Abb. 28 Stärke der Bremsbeläge
Abb. 28 Stärke der Bremsbelag

7.6 Vorseil

Seile und Einhänge-Ösen sind auf Verschleiß zu prüfen und gegebenenfalls zu erneuern. Bei Verschleiß oder nach 250 Schleppvorgängen muss die Sollbruchstelle erneuert werden. Der Seilfallschirm, insbesondere die Leinen, sind auf Beschädigungen zu prüfen und gegebenenfalls zu erneuern. Darüber hinaus sind sämtliche Verbindungsstellen regelmäßig zu überprüfen.


Originaldokument: Die vollständige Bedienungsanleitung V 2.2 steht beim DHV als PDF zur Verfügung.

DHV-Betriebsanweisung B_05-0042-20 herunterladen (PDF)